DC Fotoschule

Wissenswertes, Tipps- und Tricks, Einstellungen und Gestaltungsmöglichkeiten rund um die Fotografie für Neulinge, ambitionierte Hobbyfotografen und Profis.

Verzeichnis:

Die Blende:

Für besonders schöne und kunstvolle Bilder ist die richtige Belichtung eines der elementaren Bestandteile.
In der Kombination mit der Blende und der Verschlusszeit wird das Ergebnis dabei direkt beeinflusst.

Die so genannten ISO-Werte „stehen für die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors Deiner Kamera“. Da man bei der analogen Fotografie je nach Licht noch mit verschiedenen Filmen arbeitet, so kann man bei Digitalkameras über den Aufnahme-Modus schnell auf die Gegebenheiten reagieren. Bei schlechten Lichtverhältnissen solltest Du einen hohen ISO-Wert (beispielsweise 400 ISO) wählen, während umgekehrt dann natürlich ein niedriger Wert bei starkem Licht zu empfehlen ist (50 bzw. 100 ISO).

Mit dem Einstellen des ISO-Wertes ist es aber noch nicht getan. Zusätzlich ist auch die optimale Kombination aus Blende und Verschluss notwendig. Der Verschluss steuert dabei den Zeitraum, den der Sensor dem Licht ausgesetzt ist. Dies sind meist nur Sekundenbruchteile. Die Skala der Verschlusswerte geht von 1/1000 bis 1 Sekunde und verdoppelt sich mit jedem Zwischenschritt. Eingesetzt werden die Verschlusszeiten, um bestimmte Bildeffekte zu erzeugen: bewegte Motive hinterlassen Bewegungsspuren und dynamische Bewegungseffekte, wenn der Verschluss beispielsweise mit ½ bis 1/8 Sekunde relativ lange offen bleibt. Bei nur einer kurzen Öffnung des Sensors (1/250 bis 1/1000) wird die Bewegung eingefroren und ein scharfes Bild entsteht.

Experimentiere doch einfach mal mit ISO-Werten und Verschlusszeit.


Mit einer kleinen bzw. offenen Blende von etwa 2.8 erscheint der Hintergrund unscharf. (siehe linkes Bild)
Ist der Blendenwert hoch (abblenden auf etwa Blende 16), kann man alles klar sehen. (siehe rechtes Bild)

Die Blende reguliert den Lichteinfall in die Kamera. Sie arbeitet so ähnlich wie eine Jalousie: Je nach Einstellung lässt sie mehr oder weniger Licht durch.

Die Blende ist in das Kameraobjektiv eingebaut und besteht aus mehreren Metalllamellen, die in der Mitte eine kreisförmige Öffnung bilden. Die Blendeneinstellung wird mit den Ziffern 2.8, 4, 5.6, 8, 11 und 16 angegeben. Je höher der Zahlenwert, umso kleiner ist die Öffnung und umso weniger Licht fällt in die Kamera.

Helligkeit
Zusammen mit der Verschlusszeit bestimmt die Blende, wie hell ein Foto wird. Im Automatikbetrieb (häufig mit „P“ oder „Auto“ gekennzeichnet) reguliert die Kamera Blende und Belichtungszeit selbstständig, sodass jedes Foto (fast immer) die richtige Helligkeit bekommt.

Schärfe
Die Blende bestimmt aber auch den Bereich des Fotos, der scharf abgebildet wird. Bei einer kleinen Blendenzahl (2.8) erscheint hauptsächlich das anvisierte Motiv scharf, der Hintergrund verwischt. Ist die Blende viel höher, 16 oder mehr, erstreckt sich der Schärfebereich vom Vordergrund bis weit in den Hintergrund hinein.

Blende einstellen:
Bei vielen Kameras kannst Du die Blende von Hand einstellen. Dazu aktivierst Du an der Kamera die sogenannte Zeitautomatik; das Symbol ist meist „A“ oder „Av“. Das kommt aus dem Englischen und bedeutet, dass die Blende (Englisch: Aperture) Vorrang hat. Die Kameraelektronik reguliert die Belichtungszeit passend zu der von Dir gewählten Blende, sodass das Foto mit der richtigen Helligkeit aufgenommen wird.


Mit der Blende kannst Du steuern, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Fotosensor fällt. Die Grafik oben links stellt eine kleine Blendenöffnung dar, beispielsweise Blende 16. Auf der Grafik Rechts, siehst Du einen mittleren Blendenwert (etwa 5.6) und die Grafik daruntereine offene Blende (2.8).

Bildgestaltung
Durch geschickte Wahl der Blende steuerst Du gezielt, welcher Bereich des Fotos scharf wird. Wähle bei einem Porträt am besten einen kleinen Blendenwert (etwa 2.8), dann erscheint die Person scharf, der Hintergrund verschwimmt, das Motiv rückt in den Mittelpunkt. Wünscht Du Dir ein Bild, auf dem alle Motivteile scharf zu sehen sind (etwa bei einem Landschaftsfoto), wähle einen möglichst hohen Blendenwert, zum Beispiel 16. Grundsätzlich sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit der Tiefenschärfe bei Kompaktkameras stark eingeschränkt. Willst Du mit unscharfen Bildbereichen arbeiten dann stell neben der großen Blendenöffnung auch eine möglichst lange Brennweite ein. Außerdem muss der scharfe Motivbereich einige Meter Abstand zum Hintergrund haben.



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Objektiv/Brennweite:

Unterschiedliche Brennweiten vom gleichen Standort aus.


10 mm Brennweite
(starkes Weitwinkel)


17 mm Brennweite
(Weitwinkel)


24 mm Brennweite
(leichter Weitwinkel)


35 mm Brennweite
(Normalobjektiv)


50 mm Brennweite
(leichtes Teleobjektiv)


70 mm Brennweite
(Teleobjektiv)


120 mm Brennweite
(Teleobjektiv)


200 mm Brennweite
(Teleobjektiv)


300 mm Brennweite
(Teleobjektiv)


400 mm Brennweite
(Teleobjektiv)


500 mm Brennweite
(Teleobjektiv)


600 mm Brennweite
(Teleobjektiv)

(f = focus = Brennweite) ist relativ einfach zu erklären: Lange Brennweiten (200 - 1000 mm) erfassen einen relativ kleinen Motivausschnitt und bilden ihn groß auf dem Foto ab. = (Tele)
Bei kurzen Brennweiten (10 - 35mm) wird ein großer Ausschnitt ziemlich klein abgebildet. = (Weitwinkel)

(Fish-Eye-Objektiv)

4 - 15 mm Brennweite haben eine Tonnenförmige Abbildung.
(Halbrund bis Rund)

(Super-Weitwinkel)

10 - 24 mm Brennweite zeigt ein sehr großes Panoramabild.
(Super Weitwinkel)

(Weitwinkel)

28 - 35 mm Brennweite zeigt ein etwas kleineres aber annehmbares Panorama
(Standard Weitwinkel)

(Normalobjektiv)

50 - 85 mm Brennweite zeigt einen Bildwinkel von ca. 45° - 75° (Grad)
(Normale Brennweite/Menschlicher Blickwinkel).

(Kurzes Teleobjektiv)

85 - 100 mm Brennweite zeigt schon einen relativ kleinen Ausschnitt.

(Mittleres Teleobjektiv)

135 - 200 mm Brennweite zeigt einen noch kleineren Ausschnitt.
(Superteleobjektive) 300 mm, 400 mm, 500 mm, 1000mm (2000 normale Fotogrenze) usw.

( Makro / Supermakro)
Wenn Du maximale Bildqualität im Nahbereich erzielen möchtest, wirst Du nicht an einem Makroobjektiv vorbei kommen. Ob ein 55 mm, 70mm, 90 mm, 105 mm, 150 mm, 180 mm, 200 mm oder ein Makrozoom, ist vom bevorzugten Motivbereich abhängig! Bei kleinen Tieren wie Insekten, ist eine lange Brennweite 200 -100 mm oft besser geeignet, da so ein größerer Aufnahmeabstand entsteht und die Gefahr geringer wird, dass man durch zu nahes aufrücken das Motiv verscheucht.
Wer statische Motive reproduzieren will, wird mit eine 55 oder 70 mm Objektiv klasse Ergebnisse erzielen.
Von Festbrennweiten ist die Rede, wenn Objektive eine feste, nichtverstellbare Brennweite haben, an der nichts zu verändern ist.



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Verschlusszeit bzw. Belichtungszeit einstellen:

Mechanisch oder elektronisch gesteuert, legt die Kamera-Elektronik fest, wie lange die Aufnahmedauer für ein Foto sein soll. Diese Dauer heißt Verschluss- beziehungsweise Belichtungszeit. Sie bestimmt zusammen mit der Blende, wie viel Licht auf den Kamerachip fällt und wie hell das Foto wird.

Im Automatik Modus
Im Automatikbetrieb regelt die Kamera die Bildhelligkeit allein. Du drückst für das Foto nur noch den Auslöser. Das ist am einfachsten, doch lassen sich auf diese Weise keine besonderen Effekte erzielen.


Bei einer längeren Verschlusszeit über 1/30 Sekunden scheint das Wasser zu fließen. (siehe linke Bildhälfte)
Eine kurze Verschlusszeit von 1/250 Sekunde oder kürzer 1/1000, friert einen Wasserfall ein und man sieht einzelne Tropfen. (siehe rechte Bildhälfte)

Bei Bewegungen
Mit der Belichtungszeit (Verschlusszeit) kannst Du außergewöhnliche Fotos von bewegten Motiven machen. Je nach gewählter Zeit wirken Bewegungen beispielsweise wie eingefroren oder dynamisch verwischt (Foto links).


Mitziehen: Schwenke die Kamera mit dem Motiv mit, so verschwimmt der Hintergrund bei einer Verschlusszeit von etwa einer 1/30 Sekunde. Das Motiv bleibt scharf.

Vorgehensweise
Schalte die Kamera auf Blendenautomatik (Symbol: „T“ oder „Tv“), sofern das bei Deinem Modell geht. Nun regelt die Kamera die Blende und Du kannst manuell die Belichtungszeit einstellen. Möchtest Du in tagheller Umgebung Bilder mit möglichst langen Belichtungszeiten aufnehmen, solltest Du im Kameramenü eine geringe Aufnahme- Empfindlichkeit von ISO 100 oder niedriger einstellen.



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Tiefenschärfe einsetzen:

Durch gezielten Einsatz von Schärfe kannst Du bestimmte Bereiche des Fotos betonen, dem Bild einen farbigen Hintergrund verpassen, ihm einen unscharfen Rahmen verleihen oder mehr Tiefe geben.


Tiefenschärfe: Mit hoher Blende (16) erscheinen alle Figuren und der Hintergrund klar. (siehe linkes Foto)
Bei niedrigerer Blende ist dagegen nur die mittlere Figur (1) scharf. (siehe rechtes Foto)

Porträt
Soll ein Gegenstand oder eine Person im Bildmittelpunkt stehen, dann stelle eine kleine Blendenzahl ein, z.B. 2,8 dadurch erscheint der Hintergrund unscharf als verschwommene Farbfläche.

Landschaft
Ein langes Tal kommt bei einem großen Blendenwert (16 oder mehr) durchgehend scharf aufs Foto. Nur so siehst Du alle Details der Landschaft klar. Soll der Bildhintergrund quasi unendlich erscheinen und mit dem Horizont verschmelzen, erreichst Du das mit einer mittleren Blende (5,6 oder 8). Spiel am besten etwas mit der Blende: Probiere die einzelnen Effekte einfach mal aus.

Bauwerke
Fotografiere eine Brücke oder ein Gebäude, es wirkt eindrucksvoller, wenn Du das Bauwerk nicht frontal, sondern an einer Seite entlang fotografierst. Die Blendenzahl sollte dann hoch sein (etwa 16), damit der gesamte Bildausschnitt scharf ist. Befindet sich etwa eine Statue, ein Brunnen oder ähnliches vor dem Gebäude, dann nutze dies als Bildvordergrund. Das bringt wesentlich mehr Bildtiefe.

Kamera-Programme
Kannst Du bei Deiner Kamera die Blende nicht von Hand ändern, schau nach, ob der Apparat spezielle Programme für Tiefenschärfe oder Motive bietet. Probiere möglichst viele Einstellungen aus und schau Dir die Ergebnisse auf einem großen Bildschirm (PC Monitor oder Tablet) an.



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So erscheinen Farben natürlich:

Mal scheint Sonne auf ein Motiv, mal wird es von einer Halogenlampe beleuchtet, mal ist es recht dunkel: Trotz unterschiedlicher Beleuchtung sollen die Farben auf dem Foto immer natürlich erscheinen. Um das zu erreichen, überprüfe die Kamera mithilfe des automatischen Weißabgleichs bei jedem Motiv, ob die Farben Weiß auch als Weiß auf dem Foto erscheinen.


(Foto unten)
Wird durch den Automatikmodus der Weißabgleich falsch eingestellt, so sehen Aufnahmen unnatürlich aus. (Foto oben)
Manueller Weißabgleich wurde vorgenommen, alles OK..!

Voreinstellungen
Das ist jedoch bei einem Sonnenuntergang unmöglich, da es in dieser Situation keine wirklich weißen Bildbereiche gibt. Um Farben trotzdem originalgetreu wiederzugeben, gibt’s bei vielen Kameras Weißabgleich-Voreinstellungen wie Sonnenuntergang, Innenaufnahme oder Kerzenlicht. Aktiviere einfach die passende Einstellung im Kameramenü.

Manueller Weißabgleich
Bei vielen Digitalkameras kannst Du den Weißabgleich auch von Hand durchführen. Das ist besonders bei unterschiedlichen Lichtquellen sinnvoll. Wähle den manuellen Weißabgleich im Einstellmenü und halte ein weißes Blatt vor die Kamera: Die Einstellelektronik passt die Farbe auf Tastendruck den Lichtverhältnissen an.



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Perspektive einsetzen

Weitwinkel

Je kleiner die Brennweite ist, umso weiter weg erscheint das Motiv. Bei einer Brennweite von 35 Millimeter und weniger spricht man von der Weitwinkeleinstellung. Ein Weitwinkel hat den Vorteil, dass bei einer Aufnahme mehr Bildausschnitt aufs Foto passt. Ist jedoch nicht genug Abstand zwischen Kamera und Motiv, wirkt es verzerrt und unnatürlich. Manchmal kann aber gerade das erwünscht sein. Man sollte nie vergessen, dass Fotografie auch immer was mit Geschmack, Blickwinkel und Kunst zu tun hat.

Teleeinstellung

Bei einer großen Brennweite ab etwa 100 Millimeter spricht man vom Telebereich. Diese Einstellung holt Objekte näher heran. Je höher die Brennweite ist, desto stärker wird das Motiv vergrößert. Das ist zum Beispiel bei Tieraufnahmen in freier Wildbahn- oder bei Sportaufnahmen im Stadion nötig. Dort kommt man normalerweise nicht nah genug an die Geschöpfe und Sportler heran. Eine hohe Brennweite benötigst Du aber auch, wenn Du beispielsweise nur ein bestimmtes Detail eines Gebäudes fotografieren willst.

Perspektiven

Wenn Du ein Zoomobjektiv gekonnt einsetzt, lassen sich tolle Effekte erzielen. Gehe zum Beispiel in der Weitwinkeleinstellung ganz nah an Objekte heran. Je dichter das Motiv vor der Kamera ist, umso verzerrter erscheint es. So knipsen Sie zum Beispiel witzige Gebäudebilder oder Porträts. Aus besonders tiefen oder hohen Kamerapositionen und ungewöhnlichen Blickwinkeln, lassen sich diese Effekte noch verstärken.


In der Über-Kopf-Perspektive wirken die Autos klein und eher unwichtig. (siehe linkes Bild)
Durch die Froschperspektive spielt das Auto plötzlich die Hauptrolle. (siehe rechtes Bild)

Schärfe manuell einstellen


Liegen mehrere Objekte dicht zusammen, visiert die Kamera leicht das falsche Motiv an, zum Beispiel den Turm rechts oder umgekehrt den Brunnen links. Digitalkameras stellen ein Motiv automatisch scharf. Doch nicht immer wählt die Kamera das gewünschte Objekt aus! In manchen Fällen funktioniert die Automatik erst gar nicht, etwa bei sehr kontrastarmen Motiven.

Manuell scharf stellen
Für solche Fälle kannst Du bei manchen Kameras die automatische Scharfeinstellung (Autofokus, Abkürzung: AF) ausschalten. Das gewünschte Motiv stellst Du mit Kameratasten oder einem Drehring am Objektiv scharf (siehe Bedienungsanleitung).

Gewünschte Unschärfe

Sollen Bildbereiche wie Gras oder Statuen im Vordergrund unscharf werden, so stelle die Schärfe von Hand ein und wähle eine kleine Blendenzahl (z.B. Blende 2,8). Hat Deine Kamera keine manuelle Scharfeinstellmöglichkeit, dann setze den „Punktfokus“ ein. Ist dieser aktiviert, stellt die Kamera die Bildmitte scharf. Visiere mit der Bildmitte die Stelle an, die scharf dargestellt werden soll, drück den Auslöser halb durch, schwenk die Kamera zum gewünschten

Motiv und drück den Auslöser ganz durch.



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Bildvordergrund gestalten. Die Perspektive

Ein Motiv bekommt mehr Tiefe und wirkt lebendiger, wenn Du die Umgebung ins Bild einbeziehst.


Überraschung! Fotografier mal aus anderen Perspektiven, etwa tief von unten. So hauchst Du schnell altbekannten Motiven neues Leben ein.

Perspektive
Gehe zum Fotografieren in die Hocke, lege Dich auf den Boden oder stelle Dich auf eine Bank: Das Motiv wirkt dann meist wesentlich interessanter. Eine Landschaft erscheint beispielsweise noch weiträumiger, wenn Du die Kamera sehr tief platzierst und Gräser oder Blumen in den unteren Bildbereich hineinragen lässt. Besonders einfach gelingt das mit einer Kamera die einen dreh- und schwenkbaren Bildschirm hat, da musst Du Dich weniger verrenken.


Statt eine Landschaft frontal zu knipsen (siehe Bild 1), kannst Du den Vordergrund z.B. mit einem Baum aufwerten (siehe Bild 2). Das bringt viel mehr Bildtiefe..!

Natürlichen Rahmen verleihen
Befindet sich also ein Baum im Vordergrund, benutz seinen Stamm, um dem Bild auf einer Seite einen Rahmen zu verpassen. Stell Dich so hin, dass der Baumstamm nur knapp im Bild zu sehen ist und gegebenenfalls oben noch ein Ast ins Bild hineinragt. Das Foto wirkt dann plastischer und hat wie schon erwähnt mehr Tiefe. Stelle Deine Kamera dabei so ein, dass die Landschaft klar und der Baum unscharf ist.

Standort wählen
Es ist bei fast allen Motiven lohnenswert, sich vor dem Auslösen Gedanken über den optimalen Standort zu machen. Probiere mehrere Standpunkte aus, bewege Dich mit Deiner Kamera! Konzentriere Dich dabei auf das Bild auf dem Kontrollmonitor. Nur was darauf zu sehen ist, nimmt später auch der Betrachter Deiner Fotos wahr. Versuche die Atmosphäre und Stimmung eines Motivs optimal einzufangen.



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Richtig blitzen:


Ein eingebauter Blitz ist recht schwach. Schalten ihn also aus, wenn das Motiv (siehe Bild 1) weit entfernt ist. Ein Blitzlicht hat eine eingeschränkte Reichweite. Die Lampen von Kompaktkameras leuchten meist nur Motive in maximal vier Metern Abstand gut aus; weiter entfernte Objekte erscheinen dunkel.

Große Motive
Beim Fotografieren von großen Motiven wie Landschaften oder Gebäuden kostet das Blitzen Strom, ohne dass es dem Bild nützt. Hier den Blitz am besten immer ganz ausstellen.

Gegenlicht
Scheint von vorn Licht in bzw. auf die Kamera oder befindet sich das Motiv vor einem sehr hellen Hintergrund (z.B. Schnee), wird das Objekt meist zu dunkel dargestellt. Aktiviere hier den Blitz Deiner Kamera. Er hellt das Motiv von vorn auf und alles ist gut zu erkennen. Dabei musst Du natürlich beachten, dass der Blitz die richtige Einstellung hat.



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Filtervorsätze


Ein Polfilter eliminiert störende Reflexionen auf Glasflächen und lässt auch Wolken kontrastreicher aussehen. Sogenannte Polarisationsfilter.

Filter werden vor dem Objektiv befestigt. Mit diesen erzielst Du tolle Effekte. Mit einem Sternfilter erscheinen beispielsweise Kerzenflammen als Lichtsterne. Mit einem Polfilter kann man störende Reflexe auf Glasflächen beseitigen oder Wolken dramatischer aussehen lassen. Die Auswahl an Filtern ist riesig!

Kameramenü
Viele Effekte, für die man früher einen Extrafilter benötigte, schaltet man heute im Menü der Kamera ein. Je nach Modell gibt es beispielsweise Farbvarianten oder Schwarz-Weiß-Effekte.



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Nahaufnahmen (Makro)


Für eine Makro-Aufnahme ist Geduld die gefragte Tugend. Es dauert eben manchmal, bis sich das Objekt der Begierde in die ideale Position bewegt.

In der Natur entdeckt man viele aufregende Details. Um die winzigen Feinheiten etwa einer Biene zu fotografieren, haben viele Kameras eine Makro-Einstellung für Nahaufnahmen.

Blitzen
Bei einer Makro-Aufnahme befindet sich die Kamera nur wenige Zentimeter vor dem Motiv. Der eingebaute Blitz schießt bei so geringem Abstand meist über das Objekt hinweg. Trifft er dagegen das Motiv, wird es häufig viel zu hell beleuchtet. Schalte also den Blitz für Nahaufnahmen am besten aus und (wenn vorhanden) den Bildstabilisator der Kamera ein. Bei Modellen ohne Bildstabilisator kann ein Stativ das Verwackeln der Aufnahmen verhindern.



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Tipp:

Viel mit der Blende spielen: Soll alles scharf aussehen = kleine Blende (z.B. F 11), oder soll nur fokussiertes Scharf dargestellt werden = Offenblende (2,8) Achtung: Blende nicht zu weit schließen (Ab F 13 wird der Hintergrund oder alles meistens wieder unschärfer)

Zum Lernen vor allem im AV-Modus fotografieren, später dann auch im M-Modus beginnen.

Bei bewegten Motiven:
AI Servo aktivieren, ISO rauf 600/800/1000 oder mehr + Blende öffnen 2,8 um sehr kurze Verschlusszeiten zu erreichen. Evtl. auch die Kamera mit ziehen.

Viel Spaß und allzeit gutes Gelingen...
Don Carsten



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